Konzerte 2026

WORT-MUSIK-konzert

mit Prof. MAG. Walter BURIAN  | MIT KLAVIERBEGLEITUNG


Walter Burian wurde in Niederösterreich geboren. Er studierte an der Hochschule

Musik und darstellende Kunst in Wien die Fächer Violine und Musikerziehung sowie

Geschichte an der Universität Wien. Nach seiner Lehrtätigkeit an Gymnasien und

Musikschulen wurde er 1988 Direktor des Joseph Haydn Konservatoriums des Landes Burgenland in Eisenstadt.

Seit seinem Studium war und ist er Geiger in verschiedenen Ensembles, z.B. bei „Die

Tanzgeiger", einer Musikgruppe, die sowohl traditionelle österreichische Volksmusik als

auch Wiener Musik der Biedermeierzeit spielt. Mit diesem Ensemble unternahm er

zahlreiche Konzerttourneen und Vortragsreisen durch viele Länder in Europa, Asien, Südamerika und in den USA.

Seit Juni 2025 ist Walter Burian Obmann des Franz Liszt-Vereins Raiding -

Österreichische Franz Liszt Gesellschaft.

PROGRAMM
MI | 01.07.2026
19:00

EINTRITT: € 29,-
ERMÄSSIGT: € 20,-*
TICKETS ONLINE UND ABENDKASSE!

* Schüler/Studenten/Schwerbehindertenausweis

MUSIKSAAL
SCHLOSS SCHILLINGSFÜRST
>> zum Online-Ticketverkauf

PROGRAMM


1 Klavierstück

Referat 

1 Klavierstück

 

– Pause –

 

1 Klavierstück

Referat, evtl. Rückfragen aus dem Publikum

1 Klavierstück


Franz Liszt – Vom Dorfjungen zum Wunderkind

Franz Liszt wurde 1811 in Raiding geboren und verbrachte dort seine ersten elf Lebensjahre. Sein Geburtsort war damals ein Dorf mit etwa 600 Einwohnern und lag

nahe der Grenze zu Österreich in einem multikulturellen Landstrich in Westungarn und wurde hier Doborján bezeichnet.

Hier sprach man deutsch, in manchen

Nachbargemeinden kroatisch, in anderen wiederum ungarisch. Zudem durchzogen Sinti und Roma die Gegend, damals „Zigeuner“ genannt, die mit ihrer Musik eine bunte Bereicherung des kulturellen Umfelds darstellten.

Auch die religiöse Ausrichtung der Bevölkerung war gemäß dem Grundsatz „cuius regio, eius religio“ divers: katholisch,

augsburger- oder helvetisch-protestantisch. Zudem befanden sich in drei benachbarten Ortschaften von Raiding jüdische Zentren.

Das Alltagsleben in Raiding war stark landwirtschaftlich geprägt. Der Vater des kleinen Franz, Adam List – der sich erst später „Liszt“ schrieb – war als Rechnungsführer und Verwalter des Fürsten Esterházy u.a. für Aufzucht und Nutzung von etwa 5.000 Schafen verantwortlich.

In diese ländliche Welt, fernab jeglicher musikalischen Hochkultur, wurde Franz Liszt geboren.

Welche Gegebenheiten und Zufälle, welche Begegnungen und Ereignisse ermöglichten die Entwicklung des Dorfjungen zu jenem genialen Pianisten und Komponisten, der die Musikwelt verändert hat? Manche Stimmen meinen, dass jener Komet, der mit riesigem Kopf und einem langen Schweif im Jahr 1811 über viele Monate hinweg mit freiem Auge sehr gut sichtbar war, das Schicksal von Franz wundersam beeinflusst hat. Wer weiß …